Botox und Hyaluronsäure benötigen Kühlung

 

 

Teuere Cremes und Botox sicher transportieren! 

Botulinumtoxin, auch Botulinum-Neurotoxin (BoNT), Botulismustoxin, Botulinustoxin, Botulin

Botox-Behandlungen sind sehr teuer. In einigen Ländern teilen sich 2 oder 3 Freundinnen eine Ampulle Botox und müssen deshalb die Ampulle mit nach Hause nehmen, um sie . Aber die Gefahr, dass der Wirkstoff zerfällt, weil während des Transports nicht richtig gekühlt wurde, ist sehr groß.

Auch Cremes mit 5-ala (im Rahmen der photodynamischen Behandlung, beispielsweise bei Hautkrebs) oder Cremes mit Hyaluronsäure, die dem Patienten für die Behandlung zuhause mitgegeben werden, kosten sehr viel Geld.

 

kühlpflichtige oder sogar kühlkettenpflichtige Medikamente anwenden. Wie diese Arzneimittel am besten gelagert werden, besonders wenn man unterwegs ist und die Medizin mitneh men muss, und was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

In Deutschland gibt es etwa 2.000 kühlpflichtige und rund 250 kühlkettenpflichtige Medikamente. Kühlpflichtige Medikamente, wie etwa Insuline, dürfen sich kurzfristig über +8° C erwärmen, kühlkettenpflichtige Arzneimittel (z. B. TNF-Blocker für Rheumakranke) müssen dagegen jederzeit unbedingt innerhalb des vorgeschriebenen Temperaturbereichs von +2° C bis +8° C gelagert werden. Für beide Arzneimittelgruppen gilt jedoch, dass sie auf keinen Fall unter 0° C transportiert oder gelagert werden dürfen. Bei Minustemperaturen können die Substanzen einfrieren.Einfrieren oder zu warme Temperaturen können Medikamente und Teststreifen in ihrer Struktur verändern, was eventuell zu unvorhersehbaren Unverträglichkeiten und Nebenwirkungen, aber auch zu einem kompletten Wirkungsverlust des Medikaments führen kann. Außerdem können durch Frost feinste Haarrisse im Glas von Ampullen und Spritzen entste-hen, durch die womöglich Verunreinigun-gen oder Infektionserreger ins Medikament gelangen, was ebenfalls zum Teil schwere gesundheitliche Folgen für die Patienten mit sich bringen kann. Doch auch ganz normale Salben, Lotionen oder Tropfen vertragen keine Überhitzung oder Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Ein Beispiel: Sonnenwärme wird meist unterschätzt. So hat die Messung in einem Insulin-Pen, verpackt in einem ungekühlten Diabetiker-Etui, bei einer Außentemperatur von +30° C (normale Sonneneinstrahlung) ergeben, dass die Temperatur im Pen innerhalb von 8 Minuten auf über +50° C anstieg!

Die richtige Tasche macht’s! Auf Reisen, in der Freizeit, am Arbeitsplatz oder auch nur vom Weg aus der Apotheke nach Hause sollten Sie für empfindliche Arzneimittel die richtige Kühltasche zur Hand haben, denn nicht jede ist für den Transport oder gar die Lagerung dieser Medikamente geeignet. Der TÜV Rheinland hat kürzlich verschiedene Medikamenten-Kühltaschen mit Kühlakkus, die es auch in Apotheken gibt, getestet und nur ein System hat den Test bestan-den, d. h. nur die COOL*SAFE®-Taschen hielten die Temperatur im richtigen Bereich und das sogar über sehr lange Zeit. Bei einer Außentemperatur von +20° C kühlt diese Tasche die Medikamente über einen Zeitraum von 17,4 Stunden im idealen Bereich. Bei allen anderen Taschen fiel die Temperatur, bedingt durch den Kühlakku, am Anfang zum Teil weit unter den Gefrierpunkt, was eine Schädigung der Medikamente mit sich brachte. Achten Sie bei Ihrer Medikamentenmitnahme unbedingt auf die vorgeschriebene Kühlung. Dann bleiben Ihnen unnötige Nebenwirkungen oder gar ein risikobehafteter Wirkungsverlust erspart.

 

Pdf des Artikels aus dem Magazin „Gesundheit“ (hier klicken)